Q7.1 - Informationsveranstaltung zum Entwicklungsprojekt: Diagnostische Kompetenz

 

Nächster Termin: Auf Anfrage mit individueller Terminvereinbarung.

Wer kann teilnehmen?

Alle Lehrer:innen der Sekundarstufe I und II. Es ist sinnvoll, wenn mind. zwei Kolleg:innen einer Schule gemeinsam teilnehmen.
Zielgruppe

Alle Lehrkräfte.

Erste Schritte

Interessierte Lehrer:innen melden sich zur Informationsveranstaltung an. Auf dieser werden das Projekt und die notwendigen Schritte erklärt.

Inhalte

Pädagogische Diagnostik umfasst alle Tätigkeiten, die die (Lern-)Voraussetzungen und -bedingungen für erfolgreiche Lehr- und Lernprozesse von Lernenden ermitteln. Unterschieden werden informelle, semi-formelle und formelle Formen der Diagnostik (Hascher, 2008). Die informelle Diagnostik umfasst schnelle Entscheidungen im Schulalltag und beschreibt damit eher eine allgemeine Wahrnehmung von Lehrenden. Die semiformelle Diagnostik erfolgt gezielter, basiert aber ebenso auf subjektiven Eindrücken von Lehrenden. Dagegen erfolgt die formelle Diagnostik aufgrund systematisch angewandter Methoden und birgt vergleichsweise weniger Urteilsverzerrungen und Fehler. Pädagogische Diagnostik umfasst zwei zentrale Funktionen:

(1) Die Optimierung von Lernprozessen (Prozessdiagnostik) im Zuge einer lernbegleitenden formativen Evaluation. Analysegegenstand sind hier die Lernwege und Lehr-Lerninteraktionen und deren lernförderliche Umsetzung aus Sicht der Lehrenden.

(2) Die Optimierung der Bewertung und Beurteilung von Individuen (Individualdiagnostik). Hier werden meist summativ Zustände (Statusdiagnostik) beschrieben, also punktuelle Informationen zum jeweiligen Wissens- und Lernstand, zur (Leistungs-)Motivation und zum Selbstkonzept des Lernenden.

Die aus pädagogischer Diagnostik gewonnen Erkenntnisse dienen als Grundlage pädagogischer Entscheidungen in Bezug auf die Steuerung, Gestaltung und Optimierung von Lehr-Lernprozessen und von schulischen Lernumgebungen bzw. auf die Förderung mit einzelnen Lernenden (Digel & Schrader, 2013). Vor dem Hintergrund internationaler Vergleichsstudien wird in diesem Entwicklungsprojekt Schulentwicklung als Personalentwicklung verstanden. Ein besonderer Fokus wird auf die Verbesserung der individuellen diagnostischen Kompetenz von den teilnehmenden Lehrkräften gelegt, um auf dieser Grundlage Kinder in Ihren Potentialen noch besser unterstützen zu können.

Ablauf

Informationen und Austausch. Dazu erfolgt ein kurzer Impuls, das Projekt wird unter Berücksichtigung der Erfahrungen mit den bisherigen Projektschulen erläutert.

 

Referenten:

Prof. Till Utesch (WWU)

Jan Beck (WWU)


 

Startseite

Qualifizierungsbausteine

Entwicklungsprojekte

Schulen stellen sich vor